Ja ajajjajjajajaaaaaaaaaa, Praktikum is rum, jetzt reis´ ma noch a weng.
Also eins nach dem Andern:
Hab mich am Dienstag noch von meinen Kollegen und meinem Familienersatz verabschiedet, vom Hundilein, der Papagai hat sich par Tage vorher schon von selbst verabschiedet... die Arbeit war bis zuletzt ganz gut und interessant. Der Chef is auch schon auf dem Weg der Besserung, also er isst wieder viel und kann gleich nachm Aufstehen telefonieren usw.
Mittwoch war ich mit dem Cesar der auch in Triesdorf sein Master machte, in Asunción unterwegs und wir schauten alle wichtige Gebäude an (...), ausserdem haben wir uns am Abend mit dem Hänschee getroffen, n bischen was getrunken, geplaudert usw. Am Donnerstag ging der Flieger nach Peru, wo mich um 12 Uhr nachts Mariano und sein Kumpel Alejandro abholten. Das sind die Leute die ich in GP kennenlernte. Ich sag euch nochmal: das sind sooo grossartige und grosszügige Menschen wie ich sie nur selten vorher getroffen hab. Ich konnte drei Nächte bei denen bleiben, essen trinken die Wohnung mit Internet Fernseh usw. nutzen wie ich wollte und auch den Tobi haben wir mit dem Mariano seim Autole vom Flughafen geholt und der konnte auch nochmal ne Nacht bleiben. Wir sind essen gegangen mit Marianos Familie, Freunden seiner Familie, Marianos Freunden, waren in deren Jugendkreis, der ziemlich grosse Ähnlichkeit mit Schwarzenbach hat, ausserdem im Godi im Hotel, wieder mal essen usw. Gigantisch. Besser konnts nich sein.
Nach der Reanpassungseinleitungsphase mit der Hanna in Paraguay hat sich die Heimat nochmal ein riesiges Stück genähert als im Flughafen auf einmal Rotjäckchen Tobias den zwei Riesenrucksäcken auftauchte. Ich sag euch: sauschön!
Nagut, wie gesagt waren wir den ganzen Sonntag auf den Beinen, obwohl ich n bischen Magenprobleme hatte wegen dem TypischPeruanischenSamstagAbendAbendEssen "Anticucho" (Rinderherz aufm Spiess) und der TM auch nen kleinen Drehwurm von der Reise hatte... Egal, wir haben auf jeden Fall noch prima Leute kennengelernt und alle ausser mir haben auch prima Chifa (chin.-peru. Essen) geschlemmt... tja ja,..
Auf jeden Fall gings nach ausführlicher Reiseplanung Montag Mittag los mit Lima-Altstadt anschaun, Mittagessen im Stadion zusammen mit Ronaldhino (Bilder kommen noch). Die Nacht im Bus, den nächsten Tag bei den lächelnden Damen in Trujillo (weis nich so genau warum die ganzen Leute uns immer anschaun, bzw. anlächeln, aber ich geh schwer davon aus dass es an unsrer Grösse, den Augen und dem Tobi seim Megaobjektiv und der Kamera liegt...). Is auf jeden Fall ne angenehme Atmosphäre. Wenn nicht immer die ganzen nervigen Leute da wären die nur Geld wollen, ob sie was dagegen Leisten können oder nicht...
Gut, der Nachmittag war im chilligen VIP-Bus nach Cajamarca auf den nicht ganz VIP-Strassen. Der Mittwoch in Granja Porcon, wo ich ja gearbeitet hab. War nochmal n sehr freundlicher Empfang, wir konnten nochmal Käse und Jogurt abst.... geschenkt bekommen und alles anschaun. Und heut haben wir endlich mal nen kleinen Fototraum vom Tobi erfüllt, als wir auf dem freundlichen Markt in Cajamarca rumspazierten und alle Obststände fünfmal fotografierten... Ne, war auch wirklich sehr lustig! Die lachen immer alle nur über uns deutsche Touristen (wir sind übrigens ziemlich einsam als Touris hier...).
Nachmittag sind wir über die irrsten Wege mit dem irrsten Busfahrer und den kotzenden Kindern nach Celendin gedüst, wo wir völlig überrascht von allem waren. Nette Unterkunft, brilliante Farben überall, wieder diese lächelnden Leute und unendlich viel Käse... wir mussten einen Leib schon verschenken weil wir den nie essen können...
Na gut, jetzt gehts dann auf jeden Fall mal ins Bett, und sobald ma wieder Gelegenheit haben gibts Bilder... und dann sind wir ja schon fast wieder daheme..
Bis dahin nette Tage, freut euch, wir kommen.
Michael + Tobias
Donnerstag, 14. August 2008
Donnerstag, 24. Juli 2008
Drei Länder an einem Tag!!!
Wie spektakulär klingt das denn!!!
Fast wars auch n bisschen spektakulär... Ich hab n bischen frei gekriegt von meim Chef um mir mal die Wasserfälle anzuschaun von denen die Hanna wohl schon attraktive Fotos im JUBU gezeigt hat. Ich sag euch was: Die sind noch viel gigantischer als jedes Foto das beschreiben könnte! Hat sich vielleicht schon der ein oder andere gedacht...
Naja von vorne mal:
Bin mit dem Bus nach Ciudad del Este gefahren (um halb drei nachts, um den Tag voll nutzen zu können - geht voll gut wenn man saumüde is!), hab mir mal wieder ne DigiCam gekauft (genausogünstigwieinAlemania) und hab das zweitgrösste (nach dem Drei-Schluchzen-Stamm in SChina)Wasserkraftwerk der Welt Itaipú angekuckt, liegt im Grenzfluss Paraná zwischen
Brasil und Paraguay und versorgt auch beide Länder (der Stausee hat übrigens einen Wasserfall-Komplex geflutet, der den Wasserfällen von Iguazú nicht in Attraktivität noch in Grösse nachstand... einfach so... ohne Diskussion...). Danach bin ich mal kurz nach Brasilien gelaufen!!! Wie gemütlich sich das anhört - so n Spaziergang halt... ...naja, is auch nur ne kleine Brücke von vielleicht 700m - die Brücke der Freundschaft auch noch! Dann hab ich mich von nem prima MotoTaxiFahrer nach Argentinien bringen lassen (ne Stunde Fahrt) und hab mir dort im Africa-House (??? fragt mich nicht ich weis es nicht???) mein Kämmerchen mit drei andern Studenten aus Mexiko geteilt.
Am nächsten Morgen gings los zu den Wasserfällen - natürlich mit Regen, weil die letzten Tage waren ja alle schon so schön... Hier in S-Amerika geht irgendwie alles immer so schnell, v. a. Busfahren... In n Wasserfällen gibts Stege zu verschiedenen Aussichtsplattformen, wo man unter über oder vor verschiedenen Fällen steht und nass werden kann. Ich sag euch gigantisch. Und weils doof is wenn man alleine durch den Park geht spricht man halt mit Leuten und dann is lustig wen man da so alles kennenlernt: z. B. zwei Mädels aus Erlenstegen und Fischbach!!! Das gibts ja mal nicht, oder!? Naja doch! Wir haben den Park zu dritt erkundet und war echt nett.
Sind übrigens Walldorf-Schülerinnen gewesen. Vielleicht kennt die ja jemand. Ein Foto kommt.
Der Rest von der Reise war dann nicht mehr ganz so aufregend, aber sehr interessant. Z. B. weis ich jetzt, dass ein Busfahrer auch in Argentinien nich betrunken fahren darf. Uns hat nämlich die Polizei von Argentinien zweimal unterwegs angehalten und beim zweiten Mal stellten sie fest, dass der Busfahrer ja Alkohol im Blut hat und deswegen nicht weiterfahren darf... Warteten wir halt mal fast ne Stunde auf n andern Busfahrer.
Ausserdem sind die Schweizer-Taschenmesser, die Orginalen, in Argentinien billiger als bei uns in D-Land. Klingt komisch, is aber so.
Gut, dann kam ich nach Hause, und alle Lichter aus, Türen zu, zwei von den drei Autos weg... geh ich zum Chef-Bruder und der sagt, dass der Chef wieder im Krankenhaus is weils ihm immer noch nicht gut geht mit seim Blinddarm, oder mit dem Rest der noch im Bauch liegt. Jetzt wird nochmal Eiter abgesaugt und mal sehen was dann passiert.
Gut, ich zeig euch noch n par Bilder und dann schau ich mal wie ich die letzten zwei Wochen rumkrieg und ob ichs tatsächlich schaff, der Chef-Familie was Leckeres zu kochen, wie sie sichs gewunschen hat... ...und dann gehts los mit Weiterreisen.
Bis dann Freunde,
Ade,
Michael
Fast wars auch n bisschen spektakulär... Ich hab n bischen frei gekriegt von meim Chef um mir mal die Wasserfälle anzuschaun von denen die Hanna wohl schon attraktive Fotos im JUBU gezeigt hat. Ich sag euch was: Die sind noch viel gigantischer als jedes Foto das beschreiben könnte! Hat sich vielleicht schon der ein oder andere gedacht...
Naja von vorne mal:
Bin mit dem Bus nach Ciudad del Este gefahren (um halb drei nachts, um den Tag voll nutzen zu können - geht voll gut wenn man saumüde is!), hab mir mal wieder ne DigiCam gekauft (genausogünstigwieinAlemania) und hab das zweitgrösste (nach dem Drei-Schluchzen-Stamm in SChina)Wasserkraftwerk der Welt Itaipú angekuckt, liegt im Grenzfluss Paraná zwischen
Brasil und Paraguay und versorgt auch beide Länder (der Stausee hat übrigens einen Wasserfall-Komplex geflutet, der den Wasserfällen von Iguazú nicht in Attraktivität noch in Grösse nachstand... einfach so... ohne Diskussion...). Danach bin ich mal kurz nach Brasilien gelaufen!!! Wie gemütlich sich das anhört - so n Spaziergang halt... ...naja, is auch nur ne kleine Brücke von vielleicht 700m - die Brücke der Freundschaft auch noch! Dann hab ich mich von nem prima MotoTaxiFahrer nach Argentinien bringen lassen (ne Stunde Fahrt) und hab mir dort im Africa-House (??? fragt mich nicht ich weis es nicht???) mein Kämmerchen mit drei andern Studenten aus Mexiko geteilt.
Am nächsten Morgen gings los zu den Wasserfällen - natürlich mit Regen, weil die letzten Tage waren ja alle schon so schön... Hier in S-Amerika geht irgendwie alles immer so schnell, v. a. Busfahren... In n Wasserfällen gibts Stege zu verschiedenen Aussichtsplattformen, wo man unter über oder vor verschiedenen Fällen steht und nass werden kann. Ich sag euch gigantisch. Und weils doof is wenn man alleine durch den Park geht spricht man halt mit Leuten und dann is lustig wen man da so alles kennenlernt: z. B. zwei Mädels aus Erlenstegen und Fischbach!!! Das gibts ja mal nicht, oder!? Naja doch! Wir haben den Park zu dritt erkundet und war echt nett.
Sind übrigens Walldorf-Schülerinnen gewesen. Vielleicht kennt die ja jemand. Ein Foto kommt.
Der Rest von der Reise war dann nicht mehr ganz so aufregend, aber sehr interessant. Z. B. weis ich jetzt, dass ein Busfahrer auch in Argentinien nich betrunken fahren darf. Uns hat nämlich die Polizei von Argentinien zweimal unterwegs angehalten und beim zweiten Mal stellten sie fest, dass der Busfahrer ja Alkohol im Blut hat und deswegen nicht weiterfahren darf... Warteten wir halt mal fast ne Stunde auf n andern Busfahrer.
Ausserdem sind die Schweizer-Taschenmesser, die Orginalen, in Argentinien billiger als bei uns in D-Land. Klingt komisch, is aber so.
Gut, dann kam ich nach Hause, und alle Lichter aus, Türen zu, zwei von den drei Autos weg... geh ich zum Chef-Bruder und der sagt, dass der Chef wieder im Krankenhaus is weils ihm immer noch nicht gut geht mit seim Blinddarm, oder mit dem Rest der noch im Bauch liegt. Jetzt wird nochmal Eiter abgesaugt und mal sehen was dann passiert.
Gut, ich zeig euch noch n par Bilder und dann schau ich mal wie ich die letzten zwei Wochen rumkrieg und ob ichs tatsächlich schaff, der Chef-Familie was Leckeres zu kochen, wie sie sichs gewunschen hat... ...und dann gehts los mit Weiterreisen.
Bis dann Freunde,
Ade,
Michael
Montag, 14. Juli 2008
6 Kilo Blinddarm mit Anhängsel...
... mein Chef is am Abnehmen.
Ja, so schauts aus: Mir gehts gut, dafür hab ich mein Chef langsam zu Boden gekriegt! Vor zwei Wochen hatte er Schmerzen, is ins Krankenhaus und da war der Blinddarm auch schon durchgebrochen... Das heisst 2-3 Monate nix arbeiten und gemütlich sein. Is aber nicht so schlimm, weil die Arbeiter in der Chacra alles machen und deligieren und führen kann er auch so. Er nutzt die Gelegenheit auch wirklich gleich zum Abnehmen, wenn doch eh schon mal sechs Kilo raus sind, is ja schon mal n guter Anfang.
Mir gehts gut, bin immer so a weng am Arbeiten, schreib meine Berichte und lass mir die Arme braun machen von der Sonne. Der Winter hier is wirklich angenehm. Oft hats Sonne und 20º, manchmal regnets und manchmal is auch kalt. Die letzten drei Wochen waren jedoch herrlich. Fürs Getreide is das Wetter auch ideal, alles entwickelt sich hervorragend. Scheint wieder mal ne gute Ernte zu werden hier. Ende Juli gehts dann nach dem Mais-Dreschen auch schon los mit Sonnenblumen säen.
Bananen haben wir auch schon wieder geerntet, mit Pìckup und Machete. Gutes Gefühl. In dem Zusammenhang hab ich mir auch schon nen kleinen Traum erfüllt: jeden Tag Bananenmilch!!!
Wenn sich nix ändert werd ich next week noch die Wasserfälle von Iguazú besuchen und dann is ja das Praktikum auch schon fast wieder vorbei. Also jetzt sinds noch drei Wochen arbeiten und par Tage mit Bus und Flieger und dann bin ich schon wieder in Perú und wart auf mein Reisefreund Tobias!
Ach ja, EM Spiel gegen die Türkei hab ich bei meim Mechanikerfreund Nelson und seiner kleinen Familie in seim kleinen aber feinen Häuschen angekuckt. Das Finale dann hier im Chef seim Haus. Hab leider ne Flasche Wein verloren... war vielleicht die Strafe dafür dass ich mein Kollegen beschuldigt hab keine Ahnung von Fussball zu haben als er Spanien als Gewinner des Finales favorisierte...
Sonst bin ich gesund und froh und blicke hüpfenden Herzen auf den Tag meiner Ankunft in Alemania.
Bis dann demnächst,
Michael
Ja, so schauts aus: Mir gehts gut, dafür hab ich mein Chef langsam zu Boden gekriegt! Vor zwei Wochen hatte er Schmerzen, is ins Krankenhaus und da war der Blinddarm auch schon durchgebrochen... Das heisst 2-3 Monate nix arbeiten und gemütlich sein. Is aber nicht so schlimm, weil die Arbeiter in der Chacra alles machen und deligieren und führen kann er auch so. Er nutzt die Gelegenheit auch wirklich gleich zum Abnehmen, wenn doch eh schon mal sechs Kilo raus sind, is ja schon mal n guter Anfang.
Mir gehts gut, bin immer so a weng am Arbeiten, schreib meine Berichte und lass mir die Arme braun machen von der Sonne. Der Winter hier is wirklich angenehm. Oft hats Sonne und 20º, manchmal regnets und manchmal is auch kalt. Die letzten drei Wochen waren jedoch herrlich. Fürs Getreide is das Wetter auch ideal, alles entwickelt sich hervorragend. Scheint wieder mal ne gute Ernte zu werden hier. Ende Juli gehts dann nach dem Mais-Dreschen auch schon los mit Sonnenblumen säen.
Bananen haben wir auch schon wieder geerntet, mit Pìckup und Machete. Gutes Gefühl. In dem Zusammenhang hab ich mir auch schon nen kleinen Traum erfüllt: jeden Tag Bananenmilch!!!
Wenn sich nix ändert werd ich next week noch die Wasserfälle von Iguazú besuchen und dann is ja das Praktikum auch schon fast wieder vorbei. Also jetzt sinds noch drei Wochen arbeiten und par Tage mit Bus und Flieger und dann bin ich schon wieder in Perú und wart auf mein Reisefreund Tobias!
Ach ja, EM Spiel gegen die Türkei hab ich bei meim Mechanikerfreund Nelson und seiner kleinen Familie in seim kleinen aber feinen Häuschen angekuckt. Das Finale dann hier im Chef seim Haus. Hab leider ne Flasche Wein verloren... war vielleicht die Strafe dafür dass ich mein Kollegen beschuldigt hab keine Ahnung von Fussball zu haben als er Spanien als Gewinner des Finales favorisierte...
Sonst bin ich gesund und froh und blicke hüpfenden Herzen auf den Tag meiner Ankunft in Alemania.
Bis dann demnächst,
Michael
Montag, 9. Juni 2008
Bananen im Flur, Mandarinen vom Baum, Schokokuchen aus der Tupper-Box...
...mir gehts gut!
Hier noch mehr Informationen zu meinem neuen Praktikumsbetrieb in Paraguay:
Primero: meine gute Chefin kocht hervorragend! Noch dazu backt sie Schokokuchen und sogar mitten unterm Jahr gigantische Plätzchen!!!
So, das war das Wichtigste.
Der Betrieb hier is auch sehr erfolgreich. Vor ca. 35 Jahren hat der Duti (mi jefe) angefangen mit Land kaufen ca. 80km ausserhalb von seinem Hauptwohnort Obligado. Mittlerweile besitzt er ca. 550ha und baut im Direktsaatsystem Hafer, Mais, Mais, Soja, Weizen, Soja und Sonnenblumen an. Als ausserordentlichen Standortvorteil gegenüber Deutschland könnte man das Klima anführen, welches es erlaubt zweimal im Jahr zu ernten, bzw. in 3 Jahren 7mal! Selbst im Winter geht die Temperatur selten mal unter null Grad und so haben wir jetzt ein Wetter vergleichbar mit nem schlechten deutschen Sommer. Ausserdem stehen noch ca. 400 Kühe rum.
Ich verbringe die Woche meist im Häuschen neben den Maschinenhallen und komme nur am Wochenende mit runter ins Dorf. Meine Zeit verbringe ich dann mit den einheimischen Angestellten, von denen die meisten stundenweise für den Duti arbeiten. Alles sehr lustige Gesellen. Einige sprechen aber nur Guaraní, die Indigenensprache. Wir haben schon Soja geerntet, Weizen und Hafer gesät, gedüngt, siliert usw. Alles sehr interessant und lehrreicher als in Peru, da ich mein Chef alles fragen kann und seine Antworten auch verstehe und nicht nur einfach so nicken tu…
Auch is die Family sehr grosszügig. So nehmen sie mich überall mit hin. Z.B. zur 96-Jahr-Feier der Gemeinde Obligado. Dort gabs, ich hab gedacht ich spinn, Tanzvorführungen in deutschen Trachten, zu deutscher Bierzeltmusik! Mal schaun, vielleicht kann ich irgendwie den Video reinstellen… Ja das is auch so ne Besonderheit des Departamentos Itapua, es is nicht nur ne sehr reiche und fruchtbare Region, sondern es gibt auch sehr viele europäische Einwanderer. Auch aufm Erntedankfest gestern gabs etliche Jugendlich die deutsch sprechen. Das hat das Volleyballspielen natürlich deutlich vereinfacht! Auch gegrillt haben wir dort. Wobei die Grills hier schon auch n bischen andere Massstäbe haben als zuhause!
Richtig prima war auch der Ausflug zu den Ruinen einer alten Jesuiten-Reducción, von vor 500 Jahren.
Und einen Sonntag haben wir so richtig verschwendet… Wie genial war der Tag! Sonnenschein von früh bis abends, wir sind auch sehr zeitig aufgestanden, hätten nen prima Ausflug machen können oder ne Radtour oder sonst irgendwas! Und was will der Chef und sein Sohn? Bäh, Angeln sind wir gegangen! Ohne Witz, 10 Stunden zu dritt nahezu stumm auf dem kleinen Böötchen, immer nur ins Wasser starren oder zu den andern Fischern gaffen ob die nich endlich mal was fangen und dann in der ganzen Zeit nicht nen einzigen Fisch erwischt. Was für ein verschwendeter Tag… …naja, ganz verschwendet auch nicht. Weil der Chef hat 8 dicke Buga gefangen und die gabs am Abend auch gleich zum Speisen. Das hat dann dieser Erinnerung doch noch irgendwie nen Positiv-Mantel übergezogen…
Sonst is hier alles wie für mich gemacht. Ich überarbeit mich nicht, lern aber viel und lern auch Leute kennen und das Land auch n bischen.
Trotz Allem was mich hier so an Deutschland erinnert und mich heimisch fühlen macht freu ich mich noch immer auf Zuhause. Freunde und Familien kann man halt doch nicht so einfach ersetzen…
Hier noch mehr Informationen zu meinem neuen Praktikumsbetrieb in Paraguay:
Primero: meine gute Chefin kocht hervorragend! Noch dazu backt sie Schokokuchen und sogar mitten unterm Jahr gigantische Plätzchen!!!
So, das war das Wichtigste.
Der Betrieb hier is auch sehr erfolgreich. Vor ca. 35 Jahren hat der Duti (mi jefe) angefangen mit Land kaufen ca. 80km ausserhalb von seinem Hauptwohnort Obligado. Mittlerweile besitzt er ca. 550ha und baut im Direktsaatsystem Hafer, Mais, Mais, Soja, Weizen, Soja und Sonnenblumen an. Als ausserordentlichen Standortvorteil gegenüber Deutschland könnte man das Klima anführen, welches es erlaubt zweimal im Jahr zu ernten, bzw. in 3 Jahren 7mal! Selbst im Winter geht die Temperatur selten mal unter null Grad und so haben wir jetzt ein Wetter vergleichbar mit nem schlechten deutschen Sommer. Ausserdem stehen noch ca. 400 Kühe rum.
Ich verbringe die Woche meist im Häuschen neben den Maschinenhallen und komme nur am Wochenende mit runter ins Dorf. Meine Zeit verbringe ich dann mit den einheimischen Angestellten, von denen die meisten stundenweise für den Duti arbeiten. Alles sehr lustige Gesellen. Einige sprechen aber nur Guaraní, die Indigenensprache. Wir haben schon Soja geerntet, Weizen und Hafer gesät, gedüngt, siliert usw. Alles sehr interessant und lehrreicher als in Peru, da ich mein Chef alles fragen kann und seine Antworten auch verstehe und nicht nur einfach so nicken tu…
Auch is die Family sehr grosszügig. So nehmen sie mich überall mit hin. Z.B. zur 96-Jahr-Feier der Gemeinde Obligado. Dort gabs, ich hab gedacht ich spinn, Tanzvorführungen in deutschen Trachten, zu deutscher Bierzeltmusik! Mal schaun, vielleicht kann ich irgendwie den Video reinstellen… Ja das is auch so ne Besonderheit des Departamentos Itapua, es is nicht nur ne sehr reiche und fruchtbare Region, sondern es gibt auch sehr viele europäische Einwanderer. Auch aufm Erntedankfest gestern gabs etliche Jugendlich die deutsch sprechen. Das hat das Volleyballspielen natürlich deutlich vereinfacht! Auch gegrillt haben wir dort. Wobei die Grills hier schon auch n bischen andere Massstäbe haben als zuhause!
Richtig prima war auch der Ausflug zu den Ruinen einer alten Jesuiten-Reducción, von vor 500 Jahren.
Und einen Sonntag haben wir so richtig verschwendet… Wie genial war der Tag! Sonnenschein von früh bis abends, wir sind auch sehr zeitig aufgestanden, hätten nen prima Ausflug machen können oder ne Radtour oder sonst irgendwas! Und was will der Chef und sein Sohn? Bäh, Angeln sind wir gegangen! Ohne Witz, 10 Stunden zu dritt nahezu stumm auf dem kleinen Böötchen, immer nur ins Wasser starren oder zu den andern Fischern gaffen ob die nich endlich mal was fangen und dann in der ganzen Zeit nicht nen einzigen Fisch erwischt. Was für ein verschwendeter Tag… …naja, ganz verschwendet auch nicht. Weil der Chef hat 8 dicke Buga gefangen und die gabs am Abend auch gleich zum Speisen. Das hat dann dieser Erinnerung doch noch irgendwie nen Positiv-Mantel übergezogen…
Sonst is hier alles wie für mich gemacht. Ich überarbeit mich nicht, lern aber viel und lern auch Leute kennen und das Land auch n bischen.
Trotz Allem was mich hier so an Deutschland erinnert und mich heimisch fühlen macht freu ich mich noch immer auf Zuhause. Freunde und Familien kann man halt doch nicht so einfach ersetzen…
Donnerstag, 22. Mai 2008
Und der Tag hat so gut angefangen...
... und nahm so ein jähes Ende...
Heut kann ich euch von meinen ersten negativem Negativerlebnis berichten:
Nachdem ich Montag mein letzten Eintrag schrieb, setzte ich mich in die Busstation, wartend auf die Abfahrt, als plötzlich die Nachricht kam es gäbe Strassensperren und kein Bus fährt. Weil ich aber wegen meim Anschlussflug nach Paraguay spätestens Dienstag Abend in Lima sein musste suchte ich verzweifelt mit Hilfe nach anderen Bussen. Die fand ich nicht und so entschloss ich mit dem Flieger in die Hauptstadt zu gelangen. Also Geld zurückfordern in der Busstation, Gepäck aus der Annahme zurückholen, an die Strasse stellen mit Koffer Rucksack und einem Plastiksack mit Erinnerungsstücken, Käse und par Klamotten die ich allesamt in Lima bei ner Bekannten lassen wollte weil ich sie in Paraguay nicht brauch. So steh ich da an der Strasse, schau nach links nach rechts aber nicht zu meinem Gepäck... ....und dann wars auch schon passiert. Als ich mein Sack wieder packen wollte griff die Hand ins Leere... Irgendwer hat während ich dort wartend stand meine Sachen geklaut... Ich bin froh dass in dem Sack nix Wichtiges wie Geld, Ausweis, Bücher war, sondern nur Dinge die man mit Geld schnell wieder ersetzen kann. Ist zwar auch nicht angenehm, aber ohne Reisepass ständ ich schon noch viel dümmer da.
Mit irgendwelchen obskuren Gestalten die mir dann ihre Hilfe anboten fuhr ich zum Ticketkauf ins Reisebüro der Fluglinie und bekam tatsächlich nen Platz am Fenster am Dienstag in der Früh. Auf Rat des, für mich naiven Dorfboyz, vertrauenserweckenden Taxidrivers schlief ich nich im gleichen Hotel wie der strange guy, der mich bis dato begleitete, sondern im Häuschen eines netten alten Herrn, den ganzen Abend nachdenkend wie mir jemand was klaun konnte, wo ich doch so vorsichtig bin...
Gut, der Rest verlief planmässig, wenn ich mit den Erfahrungen im Nacken und gesteigerter Vorsicht. Der Flug war wundervoll, über die Anden, vorbei an den schneebedeckten Cordillera Blanca, neben mir n argentinischer Chemiker mit Frau und Hang zum Hobby Landwirtschaft und Käse-Machen, "prima" Frühstück usw.
In Lima nahm ich erstmal n seriöses Taxi ans andere Ende der Stadt (ca. 8€) um die Dame zu besuchen die mir das Praktikum in Peru vermittelte. Während der Fahrt entwickelte sich der ach so seriöse Taxista zum richtigen Scherzkecks! Prima.
Universität ankucken Chifa, asiatisch, essen und im Micro zurück zum Flughafen (ca. 50Cent), mit ner Israelitin plaudern, die wie die meisten Mädels in Israel, 2 Jahre Militärdienst leistete und das ganz voll spassig fand und sich immer wieder auf die Übungen freut, die auch jetzt noch ab und zu mal stattfinden, weils voll lustig ist ihre ganzen Freundinen ausm Militär zu treffen...
Flieger nach Buenos Aires, Flieger nach Asunción, herrliches Wolkenmeer unter uns... Ich bin überwëltigt. Kurz warten und dann mit Luxusbus ins fünfeinhalb Stunden entfernte Encarnación fahren mit nem Professor der Archäologie aus Charleston, der ganz kindlich begeistert is von den Schätzen Perus und mir eindrücklich klar machte, dass Professoren immer am längeren Hebel sitzen, und wenns so weit kommt auf jeden Fall Rache nehmen werden an ihren Studenten, welche er durchaus auch ab und zu mal hasst!!! Ansonsten Prima-Kerl! Geniales Gespräch!
Und dann hat mich tatsächlich, nach der Fahrt durchs platte Land mit Palmen, Mandarinenbäumchen, roter Erde und 25Grad, der Herr Dickel mit seim Sohn Roland am Busbahnhof in deutscher Sprache begrüsst und erklärt, dass hier, in ihrem Dorf sehr viele Menschen deutsch sprechen, auch gibts Italiener, Bulgaren, Franzosen, usw. alle mit Vorfahren die Anfang 20. Jahrhundert nach Paraguay ausgewandert sind um n neues Leben zu beginnen. Trotzdem ist die Sprache im Dorf Spanisch, aber innerhalb der Familie wird deutsch gesprochen. Es gab gleich mal Fernsehen - Fussballspiel ohne Ton und nebenher plaudern über dies und das und natürlich den obligatorischen Mate, allerdings in kalt, also mit Eiswasser aufgegossen...daran muss ich mich erst noch gewöhnen...
So richtig gesprächig ist die Familie irgendwie nich... naja, das wird schon noch irgendwie werden... is ja erst der erste Tag. Aber das Essen war schon mal hervorragend! Mit Wurscht und Auflauf mit Hackfleisch und Marmelade usw. Auch das Haus ist eingerichtet und mit Grusch bestückt wie n gutes unsortiertes Grossfamilienhaus bei uns! Kein Vergleich zu den Umständen in Peru. Es gibt PC, INternet, Telefon, Warmwasser, Trinkwasserreinigung, gepflasterten Hof, eigenes kleines Boot, WebCam, Weltkarte, süsses Hündchen, Kühlschrank, Dusche, Toyota-Geländewagen, viel bessere Strassen, riesen Supermarkt usw. Auch ne evangelische Kirche gibts mit nem neuen Pfarrer aus Deutschland!!! und alle zwei Wochen Gottesdienst... -ich muss weg, die Familie nimmt mich kurz mit ins Zentrum, bis der Papa vom Zahnarzt wieder kommt und wir nach dem Mittagessen zur 80km entfernten Farm fahren, wo ich den Rest der Woche mit den Angestellten verbringen werde!
Adele, bis nächste Woche,
der Michael
Heut kann ich euch von meinen ersten negativem Negativerlebnis berichten:
Nachdem ich Montag mein letzten Eintrag schrieb, setzte ich mich in die Busstation, wartend auf die Abfahrt, als plötzlich die Nachricht kam es gäbe Strassensperren und kein Bus fährt. Weil ich aber wegen meim Anschlussflug nach Paraguay spätestens Dienstag Abend in Lima sein musste suchte ich verzweifelt mit Hilfe nach anderen Bussen. Die fand ich nicht und so entschloss ich mit dem Flieger in die Hauptstadt zu gelangen. Also Geld zurückfordern in der Busstation, Gepäck aus der Annahme zurückholen, an die Strasse stellen mit Koffer Rucksack und einem Plastiksack mit Erinnerungsstücken, Käse und par Klamotten die ich allesamt in Lima bei ner Bekannten lassen wollte weil ich sie in Paraguay nicht brauch. So steh ich da an der Strasse, schau nach links nach rechts aber nicht zu meinem Gepäck... ....und dann wars auch schon passiert. Als ich mein Sack wieder packen wollte griff die Hand ins Leere... Irgendwer hat während ich dort wartend stand meine Sachen geklaut... Ich bin froh dass in dem Sack nix Wichtiges wie Geld, Ausweis, Bücher war, sondern nur Dinge die man mit Geld schnell wieder ersetzen kann. Ist zwar auch nicht angenehm, aber ohne Reisepass ständ ich schon noch viel dümmer da.
Mit irgendwelchen obskuren Gestalten die mir dann ihre Hilfe anboten fuhr ich zum Ticketkauf ins Reisebüro der Fluglinie und bekam tatsächlich nen Platz am Fenster am Dienstag in der Früh. Auf Rat des, für mich naiven Dorfboyz, vertrauenserweckenden Taxidrivers schlief ich nich im gleichen Hotel wie der strange guy, der mich bis dato begleitete, sondern im Häuschen eines netten alten Herrn, den ganzen Abend nachdenkend wie mir jemand was klaun konnte, wo ich doch so vorsichtig bin...
Gut, der Rest verlief planmässig, wenn ich mit den Erfahrungen im Nacken und gesteigerter Vorsicht. Der Flug war wundervoll, über die Anden, vorbei an den schneebedeckten Cordillera Blanca, neben mir n argentinischer Chemiker mit Frau und Hang zum Hobby Landwirtschaft und Käse-Machen, "prima" Frühstück usw.
In Lima nahm ich erstmal n seriöses Taxi ans andere Ende der Stadt (ca. 8€) um die Dame zu besuchen die mir das Praktikum in Peru vermittelte. Während der Fahrt entwickelte sich der ach so seriöse Taxista zum richtigen Scherzkecks! Prima.
Universität ankucken Chifa, asiatisch, essen und im Micro zurück zum Flughafen (ca. 50Cent), mit ner Israelitin plaudern, die wie die meisten Mädels in Israel, 2 Jahre Militärdienst leistete und das ganz voll spassig fand und sich immer wieder auf die Übungen freut, die auch jetzt noch ab und zu mal stattfinden, weils voll lustig ist ihre ganzen Freundinen ausm Militär zu treffen...
Flieger nach Buenos Aires, Flieger nach Asunción, herrliches Wolkenmeer unter uns... Ich bin überwëltigt. Kurz warten und dann mit Luxusbus ins fünfeinhalb Stunden entfernte Encarnación fahren mit nem Professor der Archäologie aus Charleston, der ganz kindlich begeistert is von den Schätzen Perus und mir eindrücklich klar machte, dass Professoren immer am längeren Hebel sitzen, und wenns so weit kommt auf jeden Fall Rache nehmen werden an ihren Studenten, welche er durchaus auch ab und zu mal hasst!!! Ansonsten Prima-Kerl! Geniales Gespräch!
Und dann hat mich tatsächlich, nach der Fahrt durchs platte Land mit Palmen, Mandarinenbäumchen, roter Erde und 25Grad, der Herr Dickel mit seim Sohn Roland am Busbahnhof in deutscher Sprache begrüsst und erklärt, dass hier, in ihrem Dorf sehr viele Menschen deutsch sprechen, auch gibts Italiener, Bulgaren, Franzosen, usw. alle mit Vorfahren die Anfang 20. Jahrhundert nach Paraguay ausgewandert sind um n neues Leben zu beginnen. Trotzdem ist die Sprache im Dorf Spanisch, aber innerhalb der Familie wird deutsch gesprochen. Es gab gleich mal Fernsehen - Fussballspiel ohne Ton und nebenher plaudern über dies und das und natürlich den obligatorischen Mate, allerdings in kalt, also mit Eiswasser aufgegossen...daran muss ich mich erst noch gewöhnen...
So richtig gesprächig ist die Familie irgendwie nich... naja, das wird schon noch irgendwie werden... is ja erst der erste Tag. Aber das Essen war schon mal hervorragend! Mit Wurscht und Auflauf mit Hackfleisch und Marmelade usw. Auch das Haus ist eingerichtet und mit Grusch bestückt wie n gutes unsortiertes Grossfamilienhaus bei uns! Kein Vergleich zu den Umständen in Peru. Es gibt PC, INternet, Telefon, Warmwasser, Trinkwasserreinigung, gepflasterten Hof, eigenes kleines Boot, WebCam, Weltkarte, süsses Hündchen, Kühlschrank, Dusche, Toyota-Geländewagen, viel bessere Strassen, riesen Supermarkt usw. Auch ne evangelische Kirche gibts mit nem neuen Pfarrer aus Deutschland!!! und alle zwei Wochen Gottesdienst... -ich muss weg, die Familie nimmt mich kurz mit ins Zentrum, bis der Papa vom Zahnarzt wieder kommt und wir nach dem Mittagessen zur 80km entfernten Farm fahren, wo ich den Rest der Woche mit den Angestellten verbringen werde!
Adele, bis nächste Woche,
der Michael
Montag, 19. Mai 2008
Das wars...
...mit Peru... fürs Erste!
also ich hab meine Farm jetzt verlassen, mich von allen verabschiedet und nochmal ein unglaublich geniales Wochenende erlebt! Nicht weil die Arbeit soviel Spass machte, sondern weil ich hab wundervolle Menschen kennengelernt! Ich bin echt unsagbar glücklich.
Zwischen Do und So war n kleiner Kongress in meim Pueblo zu dem auch ne kirchliche Gruppe aus Lima anreiste, mit prima mütterlichen Damen und noch besseren Kids. Also Kids in meinem Alter. Die sind alle sehr viel westlicher orientiert als die relativ abgeschnittenen Sierra-Bewohner hier, d. h. dass alle Englisch sprechen, was von der Welt wissen und sehr open-minded sind! Die verkriechen sich nicht wenn sie mal n Touri anspricht, ganz im Gegenteil...
So haben die mich z. B. zum Hirsch-Essen in ihr Hotel eingeladen (welches ein Teil des Betriebes ist, aber für uns Praktikanten natürlich nicht zur Verfügung steht), mit Lagerfeuer und prima Unterhalten... Herrliche Menschen. Hab leider kein Foto, aber vielleicht schicken sie mir noch eins.
Ansonsten hab ich in der Käseproduktion gearbeitet, war äusserst interessant und schmackhaft.
Wenn ich heimkomm gibts auch Käse von uns!!!
Die Zeit in der Granja war insgesammt echt grandios. Sachen machen die ich vorher noch nicht hatte, viele viele Menschen kennenlernen, was auch mit dem starken Touristen-Aufkommen zu tun hat und auch viele Dinge lernen, nicht zuletzt ne neue Sprache. Mit der klappts übrigens auch immer besser!
Ach ja, richtig lecker war auch das Pachamanca, übersetzt bedeutet dass Erdtopf und man macht dazu ein Feuer im Erdloch, erhitzt damit Steine, dann nimmt man die Steine wieder raus und legt Kartoffeln und Gamotten (sowas wie Süsskartoffeln) rein, darüber ne Lage heisse Steine, dann Fleisch vom Rind oder Alpaca oder Huhn oder Meerschweinchen, dass ganze immer abwechselnd mit ner Lage Steine und am Ende noch Kräuter. Nach 45 min nimmt mans raus und verköstigt sich hervorragend, z. B. mit dem Oberchef oder den 15Kindern des Fischzucht-Chefs!
Jetzt brech ich mal auf und schau ob mein Bus auch tatsächlich fährt oder ob die mich nur ärgern wollen.
Bis zum nächsten Mal,
MIchael
also ich hab meine Farm jetzt verlassen, mich von allen verabschiedet und nochmal ein unglaublich geniales Wochenende erlebt! Nicht weil die Arbeit soviel Spass machte, sondern weil ich hab wundervolle Menschen kennengelernt! Ich bin echt unsagbar glücklich.
Zwischen Do und So war n kleiner Kongress in meim Pueblo zu dem auch ne kirchliche Gruppe aus Lima anreiste, mit prima mütterlichen Damen und noch besseren Kids. Also Kids in meinem Alter. Die sind alle sehr viel westlicher orientiert als die relativ abgeschnittenen Sierra-Bewohner hier, d. h. dass alle Englisch sprechen, was von der Welt wissen und sehr open-minded sind! Die verkriechen sich nicht wenn sie mal n Touri anspricht, ganz im Gegenteil...
So haben die mich z. B. zum Hirsch-Essen in ihr Hotel eingeladen (welches ein Teil des Betriebes ist, aber für uns Praktikanten natürlich nicht zur Verfügung steht), mit Lagerfeuer und prima Unterhalten... Herrliche Menschen. Hab leider kein Foto, aber vielleicht schicken sie mir noch eins.
Ansonsten hab ich in der Käseproduktion gearbeitet, war äusserst interessant und schmackhaft.
Wenn ich heimkomm gibts auch Käse von uns!!!
Die Zeit in der Granja war insgesammt echt grandios. Sachen machen die ich vorher noch nicht hatte, viele viele Menschen kennenlernen, was auch mit dem starken Touristen-Aufkommen zu tun hat und auch viele Dinge lernen, nicht zuletzt ne neue Sprache. Mit der klappts übrigens auch immer besser!
Ach ja, richtig lecker war auch das Pachamanca, übersetzt bedeutet dass Erdtopf und man macht dazu ein Feuer im Erdloch, erhitzt damit Steine, dann nimmt man die Steine wieder raus und legt Kartoffeln und Gamotten (sowas wie Süsskartoffeln) rein, darüber ne Lage heisse Steine, dann Fleisch vom Rind oder Alpaca oder Huhn oder Meerschweinchen, dass ganze immer abwechselnd mit ner Lage Steine und am Ende noch Kräuter. Nach 45 min nimmt mans raus und verköstigt sich hervorragend, z. B. mit dem Oberchef oder den 15Kindern des Fischzucht-Chefs!
Jetzt brech ich mal auf und schau ob mein Bus auch tatsächlich fährt oder ob die mich nur ärgern wollen.
Bis zum nächsten Mal,
MIchael
Sonntag, 27. April 2008
Otra vez..
...
ja nur kurz ein par hübsche Begebenheiten:
Mit dem Elar hab ich ein WE lang Trujillo besucht. Sehr hübsch und rapito. Geschlafen haben wir zu dritt auf der Matratze ohne Bettgestell im Lehmziegelverhau von seinem Bruder seiner Arbeit (200-Rinder-Betrieb am Stadtrand)... ...war sauheiss dort, wir wären fast baden gegangen, weil T. liegt am Meer und Huanchaco haben wir auch besucht, wos ganz prima Stránde gibt. Fussballspieln im Wüstensand war auch sehr cool, hab echt drei Soles gewonnen... ja auf dem Foto sieht man auch wo meine Vorteile beim Spiel mit den Perus liegen... is immer ganz nett, ich bin meistens einer von den Grossen hier!
Die drei Soles (ca. 80€-Cent) hab ich dann auch gleich im Elar seiner Heimatstadt, Otuzco, in den Bergen (voll schön) investiert und zwar bei meinem neuen Stammfriseur!!!! Wahnsinn, wieviel Haare schneiden die in Deutschland für 80 Cent???
Ceviche war sauscharf und nicht mein Fall, dafür war mein erstes Cuy (Meerschweinchen) geschmacklich umso besser!!!
Und jetzt ratet mal was es im Centro Comercial (europäisches Niveau) gibt...: Unglaublich aber war, die haben hier Öttinger-Bier in Dosen!!!! Ich hab gedacht isch spinn...
Ok, noch ganz cool war der Freitag. Da hat nämlich der Vize-Präsident von Peru mal eben unsere kleine Farm besucht!!! Waaaas?!! Ja, hab mich auch gewundert. Das Foto mit dem dicken Freund, das isser!!! Der Luis Giampietri Rojas, die rechte Hand vom Alan Garcia und anscheinend ein guter Freund der Mine Gold-Yanacocha…
Ok, gestern war Hochzeit im Dorf und wir haben uns unter die Gäste geschlichen und prima mitgefeiert. Is aber nich so prickelnd wie die Hochzeiten bei uns…die haben um halb elf schon eingepackt… vorher hätt ich fast noch die Rose vom Bräutigam gefangen, dann hätt ich wohl tatsächlich ne Peruanna heiraten müssen…. Die Musikanten waren in meinem Quartier untergebracht und zusammen haben wir den Abend dann noch musikalisch-fröhlich ausklingen lassen, u. a. mit Yes Lord Yes Lord, oder Open the eyes of my heart Lord auf Spanisch!!! Sehr cool!
Gut, ansonsten is bei mir alles gut und ich mach weiter wie bisher, fröhlich und abenteuerbereit…
Bis dann zum nächsten Mal… bleiben noch drei Wochen in Peru, dann gehts schon auf nach Paraguay…
Adele, euer Michael
ja nur kurz ein par hübsche Begebenheiten:
Mit dem Elar hab ich ein WE lang Trujillo besucht. Sehr hübsch und rapito. Geschlafen haben wir zu dritt auf der Matratze ohne Bettgestell im Lehmziegelverhau von seinem Bruder seiner Arbeit (200-Rinder-Betrieb am Stadtrand)... ...war sauheiss dort, wir wären fast baden gegangen, weil T. liegt am Meer und Huanchaco haben wir auch besucht, wos ganz prima Stránde gibt. Fussballspieln im Wüstensand war auch sehr cool, hab echt drei Soles gewonnen... ja auf dem Foto sieht man auch wo meine Vorteile beim Spiel mit den Perus liegen... is immer ganz nett, ich bin meistens einer von den Grossen hier!
Die drei Soles (ca. 80€-Cent) hab ich dann auch gleich im Elar seiner Heimatstadt, Otuzco, in den Bergen (voll schön) investiert und zwar bei meinem neuen Stammfriseur!!!! Wahnsinn, wieviel Haare schneiden die in Deutschland für 80 Cent???
Ceviche war sauscharf und nicht mein Fall, dafür war mein erstes Cuy (Meerschweinchen) geschmacklich umso besser!!!
Und jetzt ratet mal was es im Centro Comercial (europäisches Niveau) gibt...: Unglaublich aber war, die haben hier Öttinger-Bier in Dosen!!!! Ich hab gedacht isch spinn...
Ok, noch ganz cool war der Freitag. Da hat nämlich der Vize-Präsident von Peru mal eben unsere kleine Farm besucht!!! Waaaas?!! Ja, hab mich auch gewundert. Das Foto mit dem dicken Freund, das isser!!! Der Luis Giampietri Rojas, die rechte Hand vom Alan Garcia und anscheinend ein guter Freund der Mine Gold-Yanacocha…
Ok, gestern war Hochzeit im Dorf und wir haben uns unter die Gäste geschlichen und prima mitgefeiert. Is aber nich so prickelnd wie die Hochzeiten bei uns…die haben um halb elf schon eingepackt… vorher hätt ich fast noch die Rose vom Bräutigam gefangen, dann hätt ich wohl tatsächlich ne Peruanna heiraten müssen…. Die Musikanten waren in meinem Quartier untergebracht und zusammen haben wir den Abend dann noch musikalisch-fröhlich ausklingen lassen, u. a. mit Yes Lord Yes Lord, oder Open the eyes of my heart Lord auf Spanisch!!! Sehr cool!
Gut, ansonsten is bei mir alles gut und ich mach weiter wie bisher, fröhlich und abenteuerbereit…
Bis dann zum nächsten Mal… bleiben noch drei Wochen in Peru, dann gehts schon auf nach Paraguay…
Adele, euer Michael
Samstag, 12. April 2008
Also guten Tag wieder von Peru,
heut is Samstag, die Sonne scheint und später wird Fussball gespielt.Soweit…Ausserdem hab ich für alle Abenteuerlustigen n neuen Adventuresport entdeckt: Schäfchen gegen Bandwürmer und derartiges Gefleuch impfen. Und wer auf noch gefährlicher steht, der macht dasselbe mit den tretenten und spuckenden Alpacas!Ne, echt, das war ´n Riesenspass, mit den verbliebenen 7 Praktikanten 700 Mutterschafe und 300 Alpacas einfangen und der Feliciano hat dann die Paste oral verabreicht. Anstrengend, schmutzig und wirklich lustig.Ja, ansonsten noch das Wichtige:
Mir gehts gut, bin weder verletzt noch krank, die Arbeit in der Baumschule die letzten zwei Wochen war teilweise n bischen langweilig, weil den ganzen Tag Unkraut zupfen is halt einfach nich die prickelndste Tätigkeit, da kamen die zwei Tage Impfen ganz gelegen...
Ansonsten haben wir seit vorgestern zwei neue Praktikanten, nachdem letzten Samstag 5 Stück gegangen sind (fast n bischen traurig, an die netten Kerls hatte ich mich recht schnell gewöhnt... vielleicht sieht man sich wieder, immerhin wohnen zwei davon in der Hauptstadt und die werd ich sicher nochmal besuchen) . Die kommen von der UNI in Chiclayo und sind recht schlau, weltoffen und einer schaut aus wie Samy Deluxe! Foto hab ich noch keins…
Ja, ausserdem hab ich mein altes Zimmer wieder bekommen, wo sonst nur Touristen rein dürfen. Mit eigenem Spiegel, Toil., Dusche und drei Betten! Yeah.
Gott sei Dank.
An alle die sich fragen was ich denn Abends so mach: NIX.
Also das heisst, ich geh nicht weg in Discos und Kneipen, weil die gibts ja hier auch nicht. Ausserdem schläft das Dorf ab acht Uhr! Und in Discos geh ich ja eh nich so. Ich les viel abends und versuch mein Spanisch zu verbessern. Vom Alejandro hab ich sogar ne Gideon Bibel in Englisch und Spanisch im Direktvergleich bekommen. Wenn ich jetzt noch Englisch könnte wär das ne super Möglichkeit...
Ja und jetzt das Allerneueste und n bischen Unglaublichste:
Nicht dass der Eindruck entsteht mir gefiele es hier nicht, das is nämlich nicht wahr, weil mir gefällts hier sehr sehr gut, is einfach, na was schon: sauschön. Aber trotzdem werd ich den Betrieb wechseln und nach 10 Wochen in Peru noch n bischen was anderes machen. Und zwar bekam ich kurz nach meiner Zusage in Peru ne Antwort auf eine Bewerbung (die ich schon n Monat vorher geschrieben hatte), mit ner Zusage dass mich dieser Landwirt als Praktikant nehmen würde. Damals hab ich gesagt ich mag jetzt doch nicht mehr, aber nachdem die hier in GP wenig Technik haben und der andere Typ mit 550ha Ackerbau sehr viel Technik besitzt und dazu noch 400 Kühchen auf der Weide hat, dacht ich mir: wie glückliche Fügung! und bat den netten Herrn erneut um Aufnahme, die er mir auch zugestand, ausserdem erteilte mir mein aktueller Chef die Genehmigung, wie auch mein Profff. Das bedeutet, dass ich schon die Hälfte meiner Zeit hier rum hab und am 21. Mai aufbreche nach Paraguay zu dem Victor Dickel und seiner kleinen Farm!
Yeaahhhhhhhhhhhhhhh! Ganz ehrlich, es klingt wohl recht abenteurlich, aber ich freu mich wie Sau dass das alles klappt und ich noch n zweites Land besuchen kann, mit einem Betrieb, dessen Beschreibung ganz hervorragend und ergänzend zu dem Angebot hier in GP passt!
Ich mach mir auch keine Sorgen, dass ich dort keine Arbeit hätte, denn Herr Dickel meint, es gibt das ganze Jahr was zu tun und hat mir einiges aufgezählt woraufhin ich ihm Glauben schenke!
Danach werd ich nach Peru zurückkehren und noch drei Wochen Spass machen!!!
So, jetzt wisst ihr alles,… ja, das wars so…
Dann bedank ich mich für alles an mich Denken und ganz ehrlich, trotz aller Abenteuerlust und Freude am Neuen: ich freu mich jetzt schon wieder volle Gnetze auf daheim!
Ade meine lieben Freunde,
Michael
Mir gehts gut, bin weder verletzt noch krank, die Arbeit in der Baumschule die letzten zwei Wochen war teilweise n bischen langweilig, weil den ganzen Tag Unkraut zupfen is halt einfach nich die prickelndste Tätigkeit, da kamen die zwei Tage Impfen ganz gelegen...
Ansonsten haben wir seit vorgestern zwei neue Praktikanten, nachdem letzten Samstag 5 Stück gegangen sind (fast n bischen traurig, an die netten Kerls hatte ich mich recht schnell gewöhnt... vielleicht sieht man sich wieder, immerhin wohnen zwei davon in der Hauptstadt und die werd ich sicher nochmal besuchen) . Die kommen von der UNI in Chiclayo und sind recht schlau, weltoffen und einer schaut aus wie Samy Deluxe! Foto hab ich noch keins…
Ja, ausserdem hab ich mein altes Zimmer wieder bekommen, wo sonst nur Touristen rein dürfen. Mit eigenem Spiegel, Toil., Dusche und drei Betten! Yeah.
Gott sei Dank.
An alle die sich fragen was ich denn Abends so mach: NIX.
Also das heisst, ich geh nicht weg in Discos und Kneipen, weil die gibts ja hier auch nicht. Ausserdem schläft das Dorf ab acht Uhr! Und in Discos geh ich ja eh nich so. Ich les viel abends und versuch mein Spanisch zu verbessern. Vom Alejandro hab ich sogar ne Gideon Bibel in Englisch und Spanisch im Direktvergleich bekommen. Wenn ich jetzt noch Englisch könnte wär das ne super Möglichkeit...
Ja und jetzt das Allerneueste und n bischen Unglaublichste:
Nicht dass der Eindruck entsteht mir gefiele es hier nicht, das is nämlich nicht wahr, weil mir gefällts hier sehr sehr gut, is einfach, na was schon: sauschön. Aber trotzdem werd ich den Betrieb wechseln und nach 10 Wochen in Peru noch n bischen was anderes machen. Und zwar bekam ich kurz nach meiner Zusage in Peru ne Antwort auf eine Bewerbung (die ich schon n Monat vorher geschrieben hatte), mit ner Zusage dass mich dieser Landwirt als Praktikant nehmen würde. Damals hab ich gesagt ich mag jetzt doch nicht mehr, aber nachdem die hier in GP wenig Technik haben und der andere Typ mit 550ha Ackerbau sehr viel Technik besitzt und dazu noch 400 Kühchen auf der Weide hat, dacht ich mir: wie glückliche Fügung! und bat den netten Herrn erneut um Aufnahme, die er mir auch zugestand, ausserdem erteilte mir mein aktueller Chef die Genehmigung, wie auch mein Profff. Das bedeutet, dass ich schon die Hälfte meiner Zeit hier rum hab und am 21. Mai aufbreche nach Paraguay zu dem Victor Dickel und seiner kleinen Farm!
Yeaahhhhhhhhhhhhhhh! Ganz ehrlich, es klingt wohl recht abenteurlich, aber ich freu mich wie Sau dass das alles klappt und ich noch n zweites Land besuchen kann, mit einem Betrieb, dessen Beschreibung ganz hervorragend und ergänzend zu dem Angebot hier in GP passt!
Ich mach mir auch keine Sorgen, dass ich dort keine Arbeit hätte, denn Herr Dickel meint, es gibt das ganze Jahr was zu tun und hat mir einiges aufgezählt woraufhin ich ihm Glauben schenke!
Danach werd ich nach Peru zurückkehren und noch drei Wochen Spass machen!!!
So, jetzt wisst ihr alles,… ja, das wars so…
Dann bedank ich mich für alles an mich Denken und ganz ehrlich, trotz aller Abenteuerlust und Freude am Neuen: ich freu mich jetzt schon wieder volle Gnetze auf daheim!
Ade meine lieben Freunde,
Michael
Samstag, 29. März 2008
Hi Freunde,
gleich gibts Mittagessen, darum nur wenige Worte:
mir gehts immer noch gut, Spanisch wird langsam langsam besser. Die Arbeit is manchmal wie vor hundert Jahren, z. B. haben wir gestern mit vier Ochsen und zwei "Pflügen" gearbeitet... Wahnsinn... Naja, im Bereich Ackerbau werd ich nicht weitermachen... zumal ich zwei Stunden hin und zwei zurück laufen musste...
Die Leute sind immer noch und immer mehr saunett, vorm Essen aufm Acker wird gebetet und dann bedient sich jeder ausm andern seim Töpfchen...
Es regnet noch viel, aber Ende April is Schluss damit, dann wirds nur noch sonnig.
Ostern waren hier hunderte Touristen. Der GoDi am Ostersonntag war weniger beeindruckend als gedacht, ca. 130 Leuts aus nah und fern. Gepredigt hat einer aus Lima. Sein Sohn (in meinem Alter) hat er auch dabeigehabt, mit dem hab ich Freundschaft geschlossen.
Meine Unterkunft hat sich verändert: aus kalt und ohne Möbel ist jetzt kalt, ohne Möbel, ohne Spiegel, ohne Waschbecken, ohne Dusche, mit Klo für 15 Mann geworden... ... .
Naja, ich nimms gelassen und mit den Worten eines Herrn Lang: Was mich nicht umbringt macht mich nur härter.
Ach ja, an alle Mädels: es gibt hier mal echt nette Jungs, braungebrannt, gepflegt, strahlende Gesichter, und es saulustig wennse versuchen Deutsch zu reden!!!
An alle Jungs: Die Mädchen hier werden zu Frauen mit strahlenden Gesichtern, fleissig, fröhlich, und auch im hohen Alter noch mit den feinsten Zügen!
Schnell noch zwei drei Bilder reingestellt und dann auf Wiedersehen in zwei Wochen!
Euer
Michael
gleich gibts Mittagessen, darum nur wenige Worte:
mir gehts immer noch gut, Spanisch wird langsam langsam besser. Die Arbeit is manchmal wie vor hundert Jahren, z. B. haben wir gestern mit vier Ochsen und zwei "Pflügen" gearbeitet... Wahnsinn... Naja, im Bereich Ackerbau werd ich nicht weitermachen... zumal ich zwei Stunden hin und zwei zurück laufen musste...
Die Leute sind immer noch und immer mehr saunett, vorm Essen aufm Acker wird gebetet und dann bedient sich jeder ausm andern seim Töpfchen...
Es regnet noch viel, aber Ende April is Schluss damit, dann wirds nur noch sonnig.
Ostern waren hier hunderte Touristen. Der GoDi am Ostersonntag war weniger beeindruckend als gedacht, ca. 130 Leuts aus nah und fern. Gepredigt hat einer aus Lima. Sein Sohn (in meinem Alter) hat er auch dabeigehabt, mit dem hab ich Freundschaft geschlossen.
Meine Unterkunft hat sich verändert: aus kalt und ohne Möbel ist jetzt kalt, ohne Möbel, ohne Spiegel, ohne Waschbecken, ohne Dusche, mit Klo für 15 Mann geworden... ... .
Naja, ich nimms gelassen und mit den Worten eines Herrn Lang: Was mich nicht umbringt macht mich nur härter.
Ach ja, an alle Mädels: es gibt hier mal echt nette Jungs, braungebrannt, gepflegt, strahlende Gesichter, und es saulustig wennse versuchen Deutsch zu reden!!!
An alle Jungs: Die Mädchen hier werden zu Frauen mit strahlenden Gesichtern, fleissig, fröhlich, und auch im hohen Alter noch mit den feinsten Zügen!
Schnell noch zwei drei Bilder reingestellt und dann auf Wiedersehen in zwei Wochen!
Euer
Michael
Samstag, 15. März 2008
So liebe Freunde,
heute hab ich zum ersten mal Internet-Gelegenheit und einen Blog (gracias Tobi) und kann euch von meinem Urlaub... ähh wollte sagen von meinem Praktikum hier in Peru erzählen.
Lange Reise, von Donnerstag Früh (6.3.) ab Münchner Flughafen bis Samstag (8.3.) Abend in Granja Porcon. 18h Flug, 14h Bus...
Irgendwie is Peru doch n bischen anders als Alemañe. Hier gibts zB keine richtigen Strassen, also in der Stadt schon und die Küste entlang, aber ins Landesinnere sind es meistens Sandstrassen, also wie die Feldwege bei uns... Autobahnen hab ich noch keine gesehen...
In Lima hab ich mir gleich mal nen Sonnenbrand geholt, weils so sonnig war. Ausserdem hats dort richtig gut gerochen.... .... naja... Die sind mit dem Umweltschutz noch nicht so weit... was da alles rumfährt! Prima.
Auf der Busfahrt nach Cajamarca (150000 Einwohner, 1h Busfahrt (über Feldweg versteht sich) von GP entfernt) gabs die ersten braungebrannten Einheimischen mit Strohhüten aufm Kopf, Kinder aufm Rücken den Esel über die Strasse führend zu sehen...
In Cajamarca blüht das Leben, aufm Markt gibts alles was man braucht, Klamotten, Strohhüte natürlich, Werkzeug, Handys, Elektrogeräte, Obst (wie alle Lebensmittel hier sehr günstig), halbe Hähnchen (ungekühlt und blutig) und Fahrräder... oder so was ähnliches... nix gscheits, und wie in Lima auch, sehr viele, sehr billige Taxis. Und überall betonierte Fussballplätze!
Zu meinem Betrieb:
Granja (Farm) Porcon ist ein Dorf, das eine wirtschaftliche Einheit bildet und verschiedene Produktionszweige betreibt. Fast alle Bewohner der Gegend arbeiten hier im Grossbetrieb mit. Dazu gehört der Bereich Milchvieh, in dem ich seit einer Woche tätig bin. Es werden zweimal täglich (3Uhr nachts!!! und 15Uhr nachmittags) ca. 190 Kühe der Rassen Jersey, Holstein und Brown Swiss gemolken. Gehalten werden sie auf Weiden, die Kälber in einfachen Stallungen. Die Melktechnik ist n bischen verartelt für deutsche Verhältnisse (4 Melkzeuge, und ca. 6-8 ortsansässige freundliche alte Damen (und ein 11 Jahre altes Mädchen das ebenfalls jeden Morgen um 3 auf der Matte steht), die von Hand melken!!!). Die 2 Hirten kennen ihre Kühe tatsächlich alle beim Namen und Nummer! Ach ja, der eine "Melkstand" liegt n bischen ausserhalb, d.h. ne halbe Stunde Fussmarsch... wenns klappt kann man auch mit dem Toyota Hilux vom Chef seim Bruder mitfahren! Auf der Ladefläche versteht sich...zusammen mit 4 anderen Praktikanten und 8 Milchkannen... übern Feldweg... und dem Chef sei Bruder fährt nicht gerade langsam... What a Abenteuer!
Weitere Betriebszweige sind: Fischzucht (Produktion von 40 Tonnen Forellen pro Jahr), Apicultura (Produktion von Honig), Milchprodukte (Prod. von Trinkjoghurt, Käse, Butter...), Forstabteilung (in den letzten Jahrzehnten wurden hier 10 000ha !!!! unbrauchbares Bergland mit Pinien aufgeforstet, welche in eigenen Baumschulen produziert werden), ne Schafherde mit ca. 600 Mutterschafen gibts auch noch, und natürlich Tourismus. Jeden Tag kommen etliche Touristen um u. a. den betriebseigenen Zoo mit Adlern, Bären, Affen, Panther usw. zu besuchen. Dann essen sie noch in einem der 2 Restaurants zu Mittag, kaufen im Hofladen ein, der alle eigenen Produkte anbietet, oder im Kiosk, oder in den 2 Läden mit Kunsthandwerk...
Also hier gibts echt alles, die Leute hier sind voll auf Zack. Die Technik und alle Bauwerke sind halt sehr einfach. Da es hier auf 3200m Höhe in Äquatornähe fast nie friert gibts z.B. keine Heizung, keine isolierten Gebäude (die Restaurants z.B. sind nur verbrettert) und in den Unterkünften der Praktikanten nur kaltes Wasser...
Landschaftlich ist das hier der Traum schlechthin. Teils bewaldete Berge (Reforestacion), n Fluss mittendrin, Blümchen überall, sooo viele Tiere. Kann schon fast mit Peunting mithalten...!
Überarbeiten tut man sich hier auch nicht. Mit mir sind hier noch ca. 12 weitere Praktikanten, die allesamt irgendwo in Peru Landwirtschaft studieren. Ausserdem die ganzen Einheimischen, die teils sogar ohne Bezahlung mithelfen. Das kommt dem Gerente (Geschäftsführer) natürlich günstiger als grosse Maschinen und teure Technik.
Alles in allem habs ichs hiermit wirklich gut erwischt. Zumal das ganze Unternehmen, für jeden deutlich erkennbar an zig Schildern mit Bibelsprüchen an jedem Gebäude und auch mitten in der Prärie, auf christlichem (evangelischem) Glauben basiert! Es gibt eine Kirche, jeden Sonntag einen 3 stündigen Gottesdienst, und überregionale Treffen.
Die Sprache ist derzeit noch mein einziges Problem. Ich versteh noch nicht so viel von dem was die Leute hier von mir wollen. Mit den Praktikanten komm ich sehr gut zurecht, alle etwa in meinem Alter und den deutschen Jugendlichen sehr ähnlich. Allerdings weniger reich: Digicam und Dictionary werden von einheimischen Mitarbeitern und Praktikanten bewundert als wärs vom anderen Stern, weils sichs keiner leisten kann. Im Gegensatz dazu packt gerade dem Chef sei Bruder seinen Dell-Laptop aus, weil ich seinen PC blockiere...
So isses hier. Mein grösstes Bedürfnis ist, dass sich mein Spanisch rapide bessert, und ein guter Kaffee (hab heut zum ersten mal nen Nescafe Instant probiert ...bäh...). Ach ja, Vacuñas schmecken spitze, Meerschweinchen hab ich noch nicht probiert, die werden hier aber auch produziert und "verarbeitet"!
Derweil vielen Dank für alles für mich Beten.
Ich meld mich wieder,
euer Michael
heute hab ich zum ersten mal Internet-Gelegenheit und einen Blog (gracias Tobi) und kann euch von meinem Urlaub... ähh wollte sagen von meinem Praktikum hier in Peru erzählen.
Lange Reise, von Donnerstag Früh (6.3.) ab Münchner Flughafen bis Samstag (8.3.) Abend in Granja Porcon. 18h Flug, 14h Bus...
Irgendwie is Peru doch n bischen anders als Alemañe. Hier gibts zB keine richtigen Strassen, also in der Stadt schon und die Küste entlang, aber ins Landesinnere sind es meistens Sandstrassen, also wie die Feldwege bei uns... Autobahnen hab ich noch keine gesehen...
In Lima hab ich mir gleich mal nen Sonnenbrand geholt, weils so sonnig war. Ausserdem hats dort richtig gut gerochen.... .... naja... Die sind mit dem Umweltschutz noch nicht so weit... was da alles rumfährt! Prima.
Auf der Busfahrt nach Cajamarca (150000 Einwohner, 1h Busfahrt (über Feldweg versteht sich) von GP entfernt) gabs die ersten braungebrannten Einheimischen mit Strohhüten aufm Kopf, Kinder aufm Rücken den Esel über die Strasse führend zu sehen...
In Cajamarca blüht das Leben, aufm Markt gibts alles was man braucht, Klamotten, Strohhüte natürlich, Werkzeug, Handys, Elektrogeräte, Obst (wie alle Lebensmittel hier sehr günstig), halbe Hähnchen (ungekühlt und blutig) und Fahrräder... oder so was ähnliches... nix gscheits, und wie in Lima auch, sehr viele, sehr billige Taxis. Und überall betonierte Fussballplätze!
Zu meinem Betrieb:
Granja (Farm) Porcon ist ein Dorf, das eine wirtschaftliche Einheit bildet und verschiedene Produktionszweige betreibt. Fast alle Bewohner der Gegend arbeiten hier im Grossbetrieb mit. Dazu gehört der Bereich Milchvieh, in dem ich seit einer Woche tätig bin. Es werden zweimal täglich (3Uhr nachts!!! und 15Uhr nachmittags) ca. 190 Kühe der Rassen Jersey, Holstein und Brown Swiss gemolken. Gehalten werden sie auf Weiden, die Kälber in einfachen Stallungen. Die Melktechnik ist n bischen verartelt für deutsche Verhältnisse (4 Melkzeuge, und ca. 6-8 ortsansässige freundliche alte Damen (und ein 11 Jahre altes Mädchen das ebenfalls jeden Morgen um 3 auf der Matte steht), die von Hand melken!!!). Die 2 Hirten kennen ihre Kühe tatsächlich alle beim Namen und Nummer! Ach ja, der eine "Melkstand" liegt n bischen ausserhalb, d.h. ne halbe Stunde Fussmarsch... wenns klappt kann man auch mit dem Toyota Hilux vom Chef seim Bruder mitfahren! Auf der Ladefläche versteht sich...zusammen mit 4 anderen Praktikanten und 8 Milchkannen... übern Feldweg... und dem Chef sei Bruder fährt nicht gerade langsam... What a Abenteuer!
Weitere Betriebszweige sind: Fischzucht (Produktion von 40 Tonnen Forellen pro Jahr), Apicultura (Produktion von Honig), Milchprodukte (Prod. von Trinkjoghurt, Käse, Butter...), Forstabteilung (in den letzten Jahrzehnten wurden hier 10 000ha !!!! unbrauchbares Bergland mit Pinien aufgeforstet, welche in eigenen Baumschulen produziert werden), ne Schafherde mit ca. 600 Mutterschafen gibts auch noch, und natürlich Tourismus. Jeden Tag kommen etliche Touristen um u. a. den betriebseigenen Zoo mit Adlern, Bären, Affen, Panther usw. zu besuchen. Dann essen sie noch in einem der 2 Restaurants zu Mittag, kaufen im Hofladen ein, der alle eigenen Produkte anbietet, oder im Kiosk, oder in den 2 Läden mit Kunsthandwerk...
Also hier gibts echt alles, die Leute hier sind voll auf Zack. Die Technik und alle Bauwerke sind halt sehr einfach. Da es hier auf 3200m Höhe in Äquatornähe fast nie friert gibts z.B. keine Heizung, keine isolierten Gebäude (die Restaurants z.B. sind nur verbrettert) und in den Unterkünften der Praktikanten nur kaltes Wasser...
Landschaftlich ist das hier der Traum schlechthin. Teils bewaldete Berge (Reforestacion), n Fluss mittendrin, Blümchen überall, sooo viele Tiere. Kann schon fast mit Peunting mithalten...!
Überarbeiten tut man sich hier auch nicht. Mit mir sind hier noch ca. 12 weitere Praktikanten, die allesamt irgendwo in Peru Landwirtschaft studieren. Ausserdem die ganzen Einheimischen, die teils sogar ohne Bezahlung mithelfen. Das kommt dem Gerente (Geschäftsführer) natürlich günstiger als grosse Maschinen und teure Technik.
Alles in allem habs ichs hiermit wirklich gut erwischt. Zumal das ganze Unternehmen, für jeden deutlich erkennbar an zig Schildern mit Bibelsprüchen an jedem Gebäude und auch mitten in der Prärie, auf christlichem (evangelischem) Glauben basiert! Es gibt eine Kirche, jeden Sonntag einen 3 stündigen Gottesdienst, und überregionale Treffen.
Die Sprache ist derzeit noch mein einziges Problem. Ich versteh noch nicht so viel von dem was die Leute hier von mir wollen. Mit den Praktikanten komm ich sehr gut zurecht, alle etwa in meinem Alter und den deutschen Jugendlichen sehr ähnlich. Allerdings weniger reich: Digicam und Dictionary werden von einheimischen Mitarbeitern und Praktikanten bewundert als wärs vom anderen Stern, weils sichs keiner leisten kann. Im Gegensatz dazu packt gerade dem Chef sei Bruder seinen Dell-Laptop aus, weil ich seinen PC blockiere...
So isses hier. Mein grösstes Bedürfnis ist, dass sich mein Spanisch rapide bessert, und ein guter Kaffee (hab heut zum ersten mal nen Nescafe Instant probiert ...bäh...). Ach ja, Vacuñas schmecken spitze, Meerschweinchen hab ich noch nicht probiert, die werden hier aber auch produziert und "verarbeitet"!
Derweil vielen Dank für alles für mich Beten.
Ich meld mich wieder,
euer Michael
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